Konzept

Neurophysiologische Kinesiologie

Diese  Begriffskombination hat kini:log geprägt.

In unseren Augen repräsentiert der Begriff Neurophysiologische Kinesiologie das gesamte Spektrum der Anwendungsmöglichkeiten moderner Kinesiologie.

Die Physiologie ist die Wissenschaft von der Funktion in biologischen Systemen. Die Neurologie ist die Lehre über die Störungen des Nervensystems. Neurophysiologie hat den dynamischen und integrativen Prozess einzelner Nervenzellen und ganzer neuronaler Netzwerke im Fokus. 

 Dynamik aller biologischen und seelischen Vorgänge


Gesundheit

Die Weltgesundheitsbehörde WHO definiert Gesundheit nicht alleine als die Abwesenheit von Krankheit und Gebrechen, sondern vielmehr als das völlige körperliche, seelische, geistige und soziale Wohlbefinden.

Siehe Verfassung der Weltgesundheitsorganisation. Unterzeichnet in New York am 22. Juli 1946. Ratifikationsurkunde von der Schweiz hinterlegt am 29. März 1947 Von der Bundesversammlung genehmigt am 19. Dezember 19462 Für die Schweiz in Kraft getreten am 7. April 1948. (Stand am 8. Mai 2014)

Die kinesiologische Neuroedukation hat das Ziel dieses ganzheitliche Interaktionsmuster wieder in Balance zu bringen: Energetische Strukturen (Chakren/ Nadi, Meridiane/ Akupunkturpunkte, Aura, Gewebe/Faszien), Körperliche Strukturen (Anatomie) und Funktionen (Physiologie) sowie mentale und emotionale Aspekte (Gedanken, Gefühle, Glaubensmuster, Erfahrung, Spiritualität).

Die komplexen Wechselwirkungen die dabei im menschlichen Körper ablaufen, beeinflussen die 3 Hauptkörpersysteme, die Botschaften senden und empfangen können: Nervensystem, Endokrines System, Immunsystem.

www. nkinstitute.at ; Vortrag von Hugo Tobar „Stress und seine Auswirkungen auf Gesundheit und Krankheit“  IAK Kongress 2009


Zusammenspiel der Sinne

Die kinesioligische Neuroedukation berücksichtigt auch die Interaktion der Sinne: Die Wahrnehmung, Erkennung und Verarbeitung der Sinnesinformationen aus



der externen Umwelt - bewusste und unbewusste visuelle, taktile, auditive, gustatorische und olfaktorische Reize 


aus dem Körperinneren - bewusste und unbewusste somatische Impulse aus den Organen, den Propriozeptoren (Gelenke), den Rezeptoren (Haut, Muskeln), der Faszien und den Energiebahnen.

Eine optimale Sinnesintegration ermöglicht  eine klare und bewusste Eigen-wahrnehmung (Ich-Gefühl und innere Befindlichkeit), ein stabiles Gleichgewicht im Inneren (emotionale Ausgeglichenheit) und im Äußeren (Körperausrichtung und Haltung),  eine flüssige und koordinierte Bewegung und zielgerichtete Handlungs-planung (Auge-Hand-Koordination, Fein- und Grobmotorik), die Orientierung im Raum (oben/unten, vorne/hinten, links/rechts), die Wahrnehmung der Welt um mich herum (soziale Kontakte und Naturverbundenheit) alle kognitiven Fähigkeiten wie Lernen, Sprechen, Rechnen usw. sowie die Entwicklung von Vision und Intuition.

Sensorische Sinneserfahrungen bieten eine direkte Schnellstraße für die Neuverdrahtung des Gehirns. Dr Paul Bach-y-Ritas , Kapitel 7 "Wie das Gehirn heilt" von Norman Doidge, Campus Verlag 2015

Synchronisation des Nervensystems

 



Die kinesiologische Neuroedukation hat die Synchronisation des Nervensystems und die Vernetzung neuronaler Schaltkreise im Fokus: Das zeitlich abgestimmte und optimale Zusammenspiel der an einer Ausführung beteiligten Körperstrukturen.

Viele Störungen entstehen, weil die Netzwerke des Gehirns nicht zusammen feuern oder weil einige zu wenig feuern.

"Wie das Gehirn heilt" von Norman Doidge, Kapitel 7, Campus Verlag 2015


Aktive Anpassungsfähigkeit

Neurophysiologische Kinesiologie trainiert die aktive Anpassungsfähigkeit des Gehirns. In der Wissenschaft spricht man von der Neuronalen Plastizität oder Neuroplastizität, eines der faszinierendsten Bereiche in der Neurobiologie.



Die neuronale Plastizität bildet eine der wichtigsten Grundlagen unserer Arbeit, da sie die Basis für aktive Veränderungen und damit die Möglichkeit für Lernprozesse darstellt.
Unter neuronaler Plastizität versteht man die Eigenschaft von Synapsen, Nervenzellen oder auch ganzen Hirnarealen, sich in Abhängigkeit von der Verwendung in ihren Eigenschaften zu verändern (anzupassen).

Das menschliche Gehirn wird ständig umgebaut und an neue Erfordernisse angepasst, sei es aufgrund von Umweltbedingungen, weil wir etwas Neues gelernt haben oder wenn sich das Gehirn von einer Schädigung erholen muss.            (http://www.mpg.de/21486/Neuronale_Plastizitaet)